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Zentralasiens Kontraste
Uzbekistan - Kirgistan - Kasachstan
15.07. – 29.07.2010
Leitung: StD. i.R. G. Oertel
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Überblick
Zentralasien - Mittelasien - Innerasien? Für die Bezeichnung der küstenfernen Gebiete im Innern des asiatischen
Kontinents konnte noch keine einheitliche Sprachregelung vereinbart werden. Nach dem Ende der
UdSSR ist Zentralasien wieder in seine historischen Einzelstaaten zerfallen. Neben dem kulturhistorischen
Kernstück Uzbekistan erleben Sie auch die bei uns verhältnismäßig unbekannten zentralasiatischen Staaten
Kasachstan und Kirgistan in einem einzigen Exkursionsprogramm. Erfahren Sie uralte Kulturgeschichte und
moderne Entwicklung rechts und links der Seidenstraße.
Der Islam hat die Menschen zu prächtigen Bauten, Moscheen und Mausoleen, Palästen und Medresen angeregt. Märkte und
Karawansereien legen noch heute Zeugnis ab von dem blühenden Handel entlang der verschiedenen Zweige der Seidenstraße. In allen Staaten kommt es
verstärkt zu einer Rückbesinnung auf Traditionen der Vor-Sowjetzeit. Dazu gehört vor allem die Wiedergeburt des Islam.
Uzbekistan: Die Städte Taschkent, Bukhara
und Samarkand - ein Traumziel für kulturhistorisch Interessierte - werden kombiniert mit einzigartigen Landschaften und der Begegnung mit der multikulturellen
Bevölkerung und ihrer heute noch oft traditionell verwurzelten Lebensweise. Die große Fülle historischer Bauwerke
erinnert daran, dass Zentralasien am Ausgang des Mittelalters Zentrum der mohammedanischen Zivilisation
war.
Kirgistan, topographisch ganz anders als Kasachstan, besteht zu über 90% aus Bergen. Es ist eine grüne
Oase mit üppigen Weidegründen, dem schneebedeckten Tien Shan-Gebirge und einer unverfälschten natürlichen Nomadenkultur.
Kasachstan, das Herz der großen Eurasischen Steppe, ist ein Land mit einer überaus reichen Geschichte,
quirligen Basaren und einer vielfältigen Landschaft. Die beeindruckendste Erscheinung sind gewiss die
Hochgebirge Tien Shan und Altai.
Die naturräumlichen Bedingungen Zentralasiens sind einerseits von winterkalten Wüsten (Karakum, Kysylkum) und andererseits
von überwiegend ariden Hochgebirgen (Pamir, Kunlun,
Tien Shan, Altai) geprägt. Die klimatischen Verhältnisse sind extrem
kontinental mit sehr kalten Wintern und trocken-heißen Sommern. Angesichts dieser ökologischen Rahmenbedingungen erweist sich Wasser als
limitierender Faktor für die Entwicklung weiter Teile dieser Region.
Anliegen dieser Exkursion ist es, Grundstrukturen Zentralasiens aufzuzeigen und aktuelle Entwicklungen
dieses Raumes deutlich zu machen.
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Ablauf
15.07.
Abflug von Frankfurt mit Uzbekistan Airways um 11.40 Uhr nach Tashkent. Ankunft 20.40, Transfer zum
Hotel.
Uzbekistan ist ein hochinteressantes, farbenprächtiges Land. Es ist kein armes Land, denn es
verfügt über immense mineralische Rohstoffvorkommen und ist reich an Kohle. Es liegt im
Herzen Zentralasiens zwischen den beiden großen Flüssen Amu Darja und Syr Darja in einer
seismologisch aktiven Zone. Gebirge erheben sich im Osten und Südosten der Republik: die
westlichen Teile des Tienshan und des Pamir. Sie haben ein sehr unterschiedliches Relief mit
extremen Höhenunterschieden.
Um 07.30 Transfer zum Flughafen, Flug nach Bukhara, inmitten einer Oase und eines Bewässerungsgebietes mit Baumwollanbau
gelegen. Nach Ankunft Transfer zum Hotel. Am Nachmittag Stadtexkursion Bukhara
mit orientalisch geprägter Altstadt und sowjetisch geprägter Neustadt: die Festung Ark, das Mausoleum der Samanidendynastie, die Bolo Hauz Moschee und
das Minaret Kalyan.
Bukhara ist eine der ältesten Städte Zentralasiens (1997 wurde 2.500jähriges
Bestehen gefeiert). Die geographische Lage an der Kreuzung der
Seidenstraße war eine gute Voraussetzung für die Entwicklung des Handels. Bukhara war als Handelszentrum in ganz Europa berühmt.
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17.07.
Ganztägige Exkursion in die Umgebung von Bukhara: Information über Baumwollanbau und
Bewässerung.
Wir besuchen das Bahoutdin Nakshband Mausoleum (ein bekannter Pilgerort)
und den Sommerpalast der letzten Emire. In Bukhara wird nicht nur Baumwolle produziert, es
gibt auch eine beachtliche Seidenkokonproduktion.
Bukhara hat auch eine starke Lebensmittelindustrie, z.B. Gemüsekonservenfabriken, Mühlenkombinate etc..
Abends Folkloreshow in der Nadir Devon-begi Madarassah.
18.07.
Busfahrt am Rand der Kyzylkum nach Samarkand, einst Mittelpunkt des Reiches von Timur.
Alexander der Große eroberte die Stadt 329 v.Chr., die Araber 712 n.Chr.. Ende des 14. und im
15. Jh. war Samarkand Hauptstadt des riesigen Timuridenreiches.
Das Gebiet um Samarkand ist
berühmt für seine Weingärten. Es ist das einzige Gebiet, in dem Kischmisch, eine ganz besondere Traubensorte, angebaut wird. Unterwegs in Gijduvan Besichtigung von
Keramikwerkstätten, wo Sie die Herstellung der berühmten Uzbekischen Keramik gezeigt bekommen.
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19.07.
Besichtigungsprogramm:
Die alte Siedlung Afrosiyab (Ausgrabungen) und das Afrosiyab Museum für die Entstehungsgeschichte
Samarkands und Terrakotta; der berühmte Registan-Platz mit den Medresen Sherdor und Tillya Kari und
das Gur Emir Mausoleum (Grabstätte der Timuriden). Der Registan ist das Symbol Uzbekistans und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Abends sind Sie bei einer uzbekischen Familie zu Gast und können den Wein aus der Umgebung von Samarkand probieren.
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Fahrt nach Shakhrisabz, die grüne Stadt, Geburtsstadt (1336) von Timur (Tamerlan).
Shakhrisabz hat eine ganz eigene Volkskunst entwickelt.
Wir sehen die Ruine des Oq Saray Palastes (1380 - 1404), das Mausoleum für Timurs Sohn
Jahangir und den Dorut Tilovat Komplex.
Am Nachmittag landschaftlich reizvolle Weiterfahrt
durch das Gebirge und entlang des Suchondarja (roter Fluss, der durch Mineralien und Erze rötlich schimmert)
nach Termez, das im Altertum zu Baktrien (Amudarya Becken)
gehörte und als Zentrum des Buddhismus im zentralasiatischen Raum gilt.
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Termez, die
südlichste Stadt Uzbekistans, liegt am Amudarya und der Afghanischen Grenze in der Provinz Suchandarja.
Die günstigen Natur- und Klimabedingungen in Suchandarja erlauben die Kultivierung verschiedenster
Pflanzen, z.B. Obstplantagen. Hier wird feinfaserige Baumwolle angebaut und auf den Weiden grasen Karakul- und Gissarschafe.
21.07.
Besichtigung der Region Termez. Wir besuchen die buddhistischen archäologischen Stätten.
z.B. Kloster Fajaz-Tepe, die Festung Kyrk Kyz, das Sultan-Saodat-Mausoleum.
Termez spielte die Hauptrolle in der kulturellen Entwicklung Zentralasiens und war ein wichtiger Ort für die Entwicklung der Seidenstraße (Übergang über den Amudarya).
Durch Termez
lief der Weg, auf dem der Buddhismus und architektonische Ideen im fernen Osten verbreitet
wurden. Termez finden wir in Manuskripten chinesischer Reisender des VII. Jh., in griechischen, armenischen, persischen und arabischen Quellen.
Am Nachmittag Flug nach Taschkent. Transfer zum Hotel.
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22.07.
Tashkent - Bishkek (800m) - Burana - Kochkor (2.200m).
Sehr früh morgens Transfer zum Flughafen. Flug nach Bishkek in Kyrgyzstan. Nach Ankunft
Busfahrt in Richtung Kochkor durch herrliche Gebirgslandschaft, Sommerwiesen mit Jurten
und dem längsten Fluss des Landes, dem Chu, zur Besichtigung des Burana Turms.
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In Kochkor besuchen wir eine Filzteppich Fabrikation der Handarbeits-Initiative Altyn Kol (Goldene Hand),
zu der sich Frauen aus Kochkor zusammengeschlossen haben.
Übernachtung in Familien, die
von einer Schweizer Organisation auf den Tourismus mit Europäern angeleitet/ausgebildet wurden.
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23.07.
Kochkor - Song-Kul - Kochkor
Ausflug an den Song-Kul See in 3.016 m Höhe. Die grünen Weiden auf dem Hochplateau, wo
auch das Edelweiß wächst, werden im Sommer für Schafe, Kühe und Pferde genutzt, deren Hirten hier in
Jurten leben. Am Seeufer selbst sind Schlammlöcher und Sümpfe. Rückkehr nach Kochkor.
24.07.
Kochkor - Saru - Karakol (1.700m)
Information über das Projekt AVEP = education project in countryside area. Fahrt am Südufer
des Issyk-Kul-Sees entlang. Flächenmäßig ist er der zweitgrößte Bergsee der Welt,
hat viele Zuflüsse und keinen Abfluss. Im Winter friert er nicht zu, weshalb diese Gegend ein milderes
Klima hat als andere Gebiete in gleicher Höhe in Kirgistan.
In Saru Besuch des Landwirtschaftsprojekts KSAP. Feldbegehung und Lunch. Weiterfahrt zum Hotel in Karakol.
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25.07.
Karakol
Stadtexkursion (Prejevalskiy Museum, Holzkirche). Ausflug zum Jety Oguz Canyon
mit den berühmten roten Klippen. Das Gebiet ist ein "health resort" mit Mineralquellen und Bädern,
umgeben von schneebedeckten Berggipfeln des nördlichen Tien-Shan.
Abendessen bei einer Uiguren Familie (Uiguren sind eine ethnische Minderheit, vor langer Zeit aus
China eingewandert).
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26.07.
Karakol - Almaty
Abstecher zu den Charyna Canyons. Der durch seine Schönheit und Größe einmalige Canyon
ähnelt dem Colorado Canyon. Die Sandfelsen haben unter dem Einfluss von Wind und Wasser
wunderliche Formen angenommen, die an exotische Figuren und Märchengestalten erinnern.
Deshalb nennt man den Canyon auch Tal der Schlösser, Teufels- oder Geisterschlucht.
Besuch einer Käserei (Käseproduktion nach Schweizer Technik - Kyrgyz-Swiss Development Project / KSDP).
Übernachtung im Hotel.
27.07.
Almaty - Kapchagay - Chengeldy - Almaty
Durch das Tal des Ile (Hauptfluss des Siebenstromlandes) zum Stausee von Kapchagay (einer
der großen Stauseen in Kasachstan). Weiter zur "Singenden Düne" im Nationalpark Altyn-Emel.
Bei sonnigem und trockenen Wetter stößt sie dumpfe Töne aus, die dem Klang einer Orgel ähneln.
2.000 Jahre alter Grabhügel von Besschaty. Sandberge Besschaty und Katutau.
Rückfahrt nach Almaty.
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Almaty - Tashkent
Vormittags Stadtexkursion Almaty. Mittags Abflug nach Tashkent. Nach Ankunft Stadtexkursion in der
Hauptstadt Uzbekistans: Altstadt und Neustadt.
Nach dem schweren Erdbeben 1966 wurden in der Neustadt viele Grünanlagen mit Springbrunnen angelegt,
breite Straßen und repräsentative große Bauten entstanden. In der Altstadt haben
die berühmten Architekturdenkmäler das Erdbeben überstanden, z.B. der Khazrat-Imam
Komplex mit der Barak Chan Medresse (16. Jh.) und das Kaffal-Shoshi-Mausoleum (15. Jh.).
Tashkent hat inzwischen eine Metro, deren Haltestellen zu den Meisterwerken moderner
Architektur zählen.
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29.07.
Tashkent - Frankfurt
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen, Abflug nach Frankfurt. Ankunft Frankfurt 10.20 Uhr.
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Bedingungen
| Reisepreis:
| 3.598,-- €
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| Im Reisepreis enthalten:
| die im Programm genannten Flüge inkl. Tax- und
Kerosinzuschlag, Besichtigungen
lt. Programm, Eintrittsgelder. Unterbringung in guten Touristenklasse Hotels, teilweise einfach aber sauber; in Kochkor
bei Familien. Mahlzeiten: Vollpension. |
| Im Reisepreis nicht enthalten:
| Trinkgelder, alle persönlichen Ausgaben, EZ-Zuschlag 205,-- €,
Versicherungspaket ca. 150,-- €, Visumgebühren (185,-- € inkl. Einholung).
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| Reiseunterlagen:
| bis zum 01.02.2011 gültiger Reisepass; Visum für Kasachstan, Kirgistan und Uzbekistan.
Tetanus- und Hepatitis A Impfung empfohlen.
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| Anmeldeschluss:
| 15. Mai 2010
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| Mindestteilnehmerzahl:
| 9 Personen
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Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskosten- und Krankenversicherung.
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, so kann VS-Studienreisen bis 20 Tage vor Abreise eine Reise annullieren. Siehe hierzu auch die allgemeinen
Geschäftsbedingungen Nr. 8b.
Programmänderungen aus technischen und witterungsbedingten Gründen vorbehalten
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