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Rumänien 
 
 
Wehrkirche Törzburg, Bran

Rumänien

Walachei/Muntenien - Donaudelta -
Siebenbürgen/Transsilvanien (Szeklerland)-
Bukowina (Buchenland) - Maramures - Oltenien

 11.10. - 21.10.2010
 
 
 

Überblick

Rumänien lässt sich aus geographischer wie auch aus historisch-kultureller Sicht in sechs Regionen aufteilen. Die Karpaten, ein Faltengebirge des alpidischen Gürtels, untergliedern sich in West-, Wald-, Ost- und Südkarpaten. Sie sind reich an Mineralquellen. Schon im Altertum war Rumänien berühmt für seine verschiedenen Heilquellen.

Das Donaudelta gehört zu den größten Deltas der Welt und wird durch die mitgeführten Schwemmstoffe ständig erweitert. 1990 wurde das gesamte Areal als Reservat erklärt. Zwischen den drei Mündungsarmen breiten sich Wasser und Festland aus - ein El Dorado für Ornithologen und Botaniker.

Zahlreiche Höhepunkte rumänischer Holzarchitektur befinden sich in Maramures und Siebenbürgen (Holzkirchen). Bekannteste Volksgruppe sind die Siebenbürger Sachsen, unter deren Bauwerken vor allem die Kirchenburgen zu erwähnen sind.

In der Bukowina im Nordosten Rumäniens findet man einzigartige Klöster. Mitte des 16. Jh. wurde die Außenwandmalerei eingeführt. Jedes Kloster hat seine dominierende Farbgebung.

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Ablauf

11.10.2010 Frankfurt - Bukarest

Parlament Bukarest

11.50 Uhr Abflug von Frankfurt mit Tarom nach Bukarest. In den 30er Jahren nannte man Bukarest "Klein Paris" wegen seiner breiten Boulevards und von Bäumen gesäumten Straßen. Am Nachmittag Besichtigung von Bukarest: Triumphbogen, Königsschloss, Revolutionsplatz, der Alte Fürstenhof mit den Ruinen des Palastes Vlad Tepes, dem Gründer der Stadt aus dem 15. Jh.. Natürlich gibt es auch einen Fotostop vor dem Parlamentspalast, dem zweitgrößten Gebäude der Welt. Übernachtung in Bukarest.

12.10.2010 Bukarest - Tulcea

Morgens Fahrt Richtung Tulcea. Im nördlichen Bereich der rumänischen Schwarzmeerküste liegt mit dem Donaudelta ein einmaliges Naturparadies, das von Tulcea aus gut erreicht werden kann. Über die Jahrhunderte erweiterte sich das Mündungsdelta zu einem Labyrinth aus Inseln und Seen mit dichten Schilfgürteln, undurchdringlichen Wäldern und Dünen. Manche Dörfer sind nur über das Wasser zu erreichen. In Tulcea befindet sich auch das Delta-Museum wo Sie schon die ersten Eindrücke über dieser Landschaft erhalten.

13.10.2010 Donaudelta

Am Vormittag steigen Sie in Ihr Ausflugsboot ein. Sie verlassen den Hafen Tulcea und fahren auf den Hauptkanal Sulina, bis Sie die Nebenkanäle des Donaudeltas erreichen. Die Fahrt geht dann weiter zum Nebunu See, eines der Naturschutzgebiete des Donaudeltas. Über 250 Vogelarten, von denen 70 außereuropäisch und 178 strengstens vom Gesetz geschützt sind, sowie einzigartige Pelikankolonien haben hier ihre Heimat gefunden.

Die Vögel gehören 5 Kategorien an: mediterrane (z.B. Säbelschnäbler), europäische (z.B. Schilfnachtigall, Seeschwalben), sibirische (z.B. Singschwäne, Kraniche, Regenpfeifer), mongolische (z.B. Goldadler, Falken) und chinesische (z.B. Mandarinenten, große Kormorane).

Lassen Sie sich verzaubern von einem Gebiet fast unberührter Fauna und Flora. Sie werden dieses einmalige Ökosystem mit seinen 18 Reservaten und seinen Vogelparadiesen vom Boot aus erleben. Im Donaudelta leben über 160 Fischarten sowie 1.200 Baum- und Pflanzenarten.

14.10.2010 Tulcea - Buzau - Predeal

Schlammvulkan

Am Morgen fahren Sie in Richtung Westen. Auf dem Weg nach Predeal werden Sie in der Umgebung von Buzau die Schlammvulkane besichtigen. Die Schlammvulkane wurden zum ersten Mal im Jahr 1867 durch den Franzosen H. Cognard beobachtet, als dieser nach öl bohrte. Die Gegend wurde 1924 zum Naturreservat erklärt, welches sich auf einer Fläche von 30 km² erstreckt. Als Verursacher der Vulkane sind die Gaseruptionen aus der Tiefe der Erde, die Schlamm und Wasser zur Oberfläche befördern, verantwortlich. Das aus ca. 3.000 Metern Tiefe stammende Erdgas durchquert auf seinem Weg zur Oberfläche tonhaltigen Boden und das Grundwasser. Unter seinem Druck springt die Mischung aus Ton und Wasser als Schlamm nach oben hervor. Sobald der kalte Schlamm die Oberfläche erreicht hat, trocknet er und bildet Vulkan ähnliche Kegel. Mit dem Schlamm erreichen auch Schwefel und Salzwasser die Oberfläche, die somit für jegliche Vegetation unwirtlich wird.

15.10.2010 Predeal - Bran (Törzburg) - Brasov (Kronstadt) - Gheorghieni

Brasov Rathaus

Am Vormittag besichtigen Sie die "Dracula Burg" in Bran. Die turm- und schießschartenreiche Höhenburg wurde im 14. Jh. erbaut und diente den Einwohnern des nahegelegenen Kronstadt (Brasov) als Teil ihres Schutzgürtels gegen die Osmanen. Die romantisch gelegene Burg, in der Zwischenkriegszeit Residenz der rumänischen Königin Maria, ist heute ein Museum. Weiterfahrt nach Kronstadt (Brasov). Die Stadt, bedeutendes Handelszentrum des historischen Burzenlandes, wurde im 13. Jahrhundert von den Rittern des Deutschen Ordens gegründet und war über Jahrhunderte ein wirtschaftliches und geistiges Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die bis zum 19. Jahrhundert eine Mehrheit der Bevölkerung darstellten. Rundgang im Stadtzentrum, wo Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenlernen werden: die Schwarze Kirche mit ihrer Buchenholzorgel (Innenbesichtigung), die mittelalterliche Stadtmauer um die historische Altstadt mit stilvollen spätmittelalterlichen Bürgerhäusern, den Rathausplatz mit dem Rathaus (Besichtigung), die einzigartige Schnurrgasse, Katherinentor und die kleine versteckte orthodoxe Kirche aus dem Zentrum. (Innenbesichtigung). Ankunft im Szeklerland. Das historische Szeklerland befindet sich im Osten des Siebenbürger Beckens, innerhalb des Karpatenbogens in dem die Szekler, eine ungarischsprachige Volksgruppe, leben.

16.10.2010 Gheorghieni - Radauti

Kloster Voronet

Über die Ostkarpaten (Bicaz Klamm) erreichen Sie Moldau (Moldova). Die Bicaz-Klamm ist eine etwa 5 km lange Schlucht, die sich durch die Ost-Karpaten windet. In der Nähe des Passes entstand 1838 durch einen Bergsturz, der den Fluss aufstaute, der Rote See (Lacul Rosu). Ein ganzer bewaldeter Abhang war damals ins Wasser gerutscht, heute ragen noch die Baumstämme aus dem Wasser.
Über Piatra Neamt und Targu Neamt erreichen wir Bukowina. Die ältesten Kirchenbauten der Bukowina wurden zum Weltkulturerbe erklärt und faszinieren mit ihren farbenfrohen Fresken und bunten Malereien jeden Besucher. Zwischen den Klöstern liegt die herrliche Landschaft der Karpaten, unterwegs duftet es nach frischem Nadelwald. Als erstes werden Sie das Kloster Voronet besichtigen, das auch "Capella Sixtina" Rumäniens genannt wird. Berühmt wurde das Kloster durch seine Grundfarbe, einem aus gemahlenem Lapislazuli angemischten intensiven Blau. Zunächst erwarten Sie bereits die Nonnen des Klosters "Moldovita". Charakteristisch ist die dominante gold-gelbe Farbe der Fresken. Danach wartet das Kloster "Sucevita" auf Ihren Besuch. Die Anlage ist das wohl prunkvollste Kloster der Bukowina.
Weiterfahrt bis nach Radauti.

17.10.2010 Radauti - Baia Mare

Maramures, Holzkirche Surdesti

Fahrt über den Prislop-Pass in die Maramuresch-Region, in die Heimat der künstlerischen Holzbearbeitung. Hier werden auch heutzutage Holzkirchen, Hoftore etc. geschnitzt. Sie besichtigen die Holzkirchen Bogdan Voda, Rozavlea und Ieud.

Der Fröhliche Friedhof

Am späten Nachmittag werden Sie in Sapanta den "Fröhlichen Friedhof" kennenlernen. Auf den rund 300 leuchtend blauen Kreuzen sind die Lebens- und die Todesumstände des Verstorbenen in humoristischen Versen und Bildern nacherzählt.

18.10.2010 Baia Mare - Cluj Napoca - Sighisoara

Unsere heutige Fahrt durch Transsilvanien (Siebenbürgen) bringt uns bis Cluj Napoca (Klausenburg) wo wir während eines kurzen Rundganges die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen. Cluj Napoca/Klausenburg ist heute ein modernes Universitätszentrum mit regem kulturellem Leben. Von den früheren Befestigungen, die nach 1407 angelegt wurden, sind noch der Maurer- und der Feuerwehrturm, die Schneider-, Schuster- und die Leinweberbastei, Reste der Ringmauer und die Zitadelle erhalten. Im Zentrum der Stadt steht die römischkatholische Sankt-Michaelskirche, im 14.-15. Jh. in gotischem Stile errichtet. Daneben ist die monumentale Statuengruppe mit dem Reiterstandbild des Matei-Corvin (Matthias Corvinus) zu sehen. Nach der Mittagspause werden wir die Stadt Cluj Napoca verlassen und Richtung Turda weiterfahren, wo Sie das Salzbergwerk besichtigen. In der Ortschaft Ganesti werden wir die rumänischen Weine des Kokeltals im Rahmen einer Weinverkostung kennenlernen.

19.10.2010 Sighisoara - Sibiu

Biertan, Kirchenburg

Der heutige Tag steht unter dem Zeichen der Kultur der Siebenbürger Sachsen. Die Kirchenburgen Siebenbürgens gehören zu den bekanntesten historischen Denkmälern der Siebenbürger Sachsen, und da sie sich zum guten Teil besser als in anderen Teilen Europas erhalten haben, sind sie zugleich wertvolle Zeugnisse des allgemeinen Wehrkirchenbaus.

Nach dem Frühstück fahren wir bis Biertan (Birthälm), wo wir die größte aller Wehrkirchen besichtigen. Hier war bis im 19. Jh. auch die Residenz der evangelischen Bischöfe für Siebenbürgen.

Auf unserer Besuchsliste steht Sighisoara (Schässburg). Schäßburg ist der schönste und am besten erhaltene mittelalterliche Bau im bäuerlichen gotischen Renaissance- und Barockstil in diesem Teil Europas. Bekannt wurde Sighisoara durch den sagenumwobenen Dracula, dessen angebliches Geburtshaus wir besuchen. Am späten Nachmittag werden Sie das Glasikonemuseum in Sibiel besichtigen

Anschliessend Abendessen bei den Gebirgsbauern.

20.10.2010 Sibiu - Bukarest

Sibiu Panorama

Am Vormittag werden Sie Hermannstadt erkunden. Die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2007 ist eine Stadt, die im Laufe der Geschichte eine wichtige wirtschaftliche und politische Rolle in Transilvanien gespielt hat. Die Gebäude am Großen und Kleinen Ring, das Brukenthal - Palais und die Lügenbrücke sind nur einige der architektonischen Denkmäler, die das ganze Stadtbild beeinflussen. Während des Stadtrundganges werden Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenlernen. (Evangelische Stadtpfarrkirche, Brukenthalmuseum usw.)

Tal des Olt

Weiterfahrt entlang des malerischen Olt-Tals, durch den Roten-Turm-Pass, wo einst die Grenze zwischen Siebenbürgen und der Walachei war. Stopp beim Kloster Cozia, eines der ältesten Klöster Rumäniens. Am Abend festliches Essen mit Folkloreprogramm im R. Pescarus.

21.10.2010 Bukarest - Frankfurt

Am Vormittag Besichtigung der Patriarchkirche, Sitz des rumänischen orthodoxen Patriarchen, und des Dorfmuseums (Dorf inmitten der Hauptstadt) - ein ethnografisches Freilichtmuseum, in dem ca. 300 bäuerliche Gehöfte (17. - 20. Jh.) mit traditionellen Häusern aus allen Provinzen des Landes aufgestellt sind. Am Nachmittag Rückflug nach Frankfurt, Ankunft gegen 17.35 Uhr.

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Bedingungen

Reisepreis: 1.820,-- €
Im Reisepreis enthalten: Die im Programm genannten Flüge inkl. Tax- und Kerosinzuschlag, Besichtigungen und Fahrten lt. Programm, Eintrittsgelder. Unterbringung in guten Mittelklasse Hotels. Mahlzeiten: Halbpension.
Qualifizierte, deutschsprechende örtliche Reiseleitung.
Im Reisepreis nicht enthalten: Trinkgelder, rail & fly, persönliche Ausgaben, EZ-Zuschlag 215,-- €, Versicherungspaket.
Reiseunterlagen: gültiger Personalausweis (nur für Mitglieder der EU) / Reisepass
Anmeldeschluss: 1. August 2010
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskosten- und Krankenversicherung.

Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, so kann VS-Studienreisen bis 20 Tage vor Abreise eine Reise annullieren. Siehe hierzu auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen Nr. 8b.

Programmänderungen aus technischen und witterungsbedingten Gründen vorbehalten

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